30 Produkte
Mizudashi (水 出し) bei Teeshop Berlin erleben
Bei Mizudashi gibt Grüner Tee seine Aromen langsam an gekühltes Wasser ab und entwickelt dabei einen Geschmack, der weicher und runder ist als beim heißen Aufguss, ganz ohne die typische Bitterkeit. Damit das gelingt, kommt es vor allem auf die richtige Teesorte und eine passende Flasche an.
So entsteht das Mizudashi Aroma
Beim Mizudashi (japanisch 水出し, wörtlich »mit Wasser herausziehen«) gibt man Grüntee lose oder im Beutel in kaltes Wasser zwischen 4 und 8 °C und lässt ihn im Kühlschrank ziehen. Wie lange, hängt von der Teesorte ab: Sencha und Gyokuro brauchen vier bis sechs Stunden, während Shincha tief gedämpft ist und schon nach wenigen Minuten genossen werden kann. Am einfachsten gelingt Mizudashi über Nacht, das funktioniert mit allen Sorten. Allerdings sollte die Ziehzeit zwölf Stunden nicht überschreiten, da sonst die frischen, süßlichen Noten verloren gehen können.
Geschmacklich hat der kalte Aufguss wenig mit dem heißen gemeinsam, weil sich in gekühltem Wasser deutlich weniger Gerbstoffe aus den Blättern lösen und die herbe Note wegfällt. Was bleibt, sind süße, umami-betonte Nuancen, die dem Tee ein weiches, rundes Profil geben.
Tee und Zubehör für den Kaltaufguss
Die Mizudashi-Auswahl bei Teeshop Berlin umfasst hochwertige japanische Tees von Keiko und Ronnefeldt sowie Cold Brew Flaschen von Hario in vier Farben. Ein guter Einstieg ist der Keiko Kabuse Kukicha Bio, ein Tee aus den feinen Stängeln der Teepflanze, der auch bei längerer Ziehzeit kaum Bitternoten entwickelt und angenehm zart mit einem leicht toastigen Charakter bleibt. Daneben finden Sie im Sortiment weitere Kabuse-Tees wie Shincha und den gerösteten Hojicha.
Wer es intensiver mag, wählt den Keiko Matcha Premium Bio. Da Matcha ein feines Pulver ist, braucht er keine stundenlange Ziehzeit, sondern wird einfach in kaltes Wasser gegeben und kräftig geschüttelt, bis ein sattgrünes, cremiges Getränk mit leicht nussiger Note entsteht. Neben dem Premium stehen drei weitere Matcha-Sorten in unterschiedlichen Intensitäten zur Wahl.
Für losen Blatt-Tee empfiehlt sich die Hario Cold Brew Flasche mit herausnehmbarem Sieb, die in jede Kühlschranktür passt und in Mint, Rosa, Rot sowie Cranberry erhältlich ist.
Häufig gestellte Fragen
Traditionell wird Mizudashi mit japanischem Grüntee zubereitet. Gyokuro, Kabusecha, Sencha und Hojicha eignen sich besonders gut. Beschattete Tees wie Gyokuro oder Kabusecha liefern viel Umami und Süße, Sencha wirkt frisch und ausgewogen, während Hōjicha durch seine milden Röstaromen überzeugt. Matcha kann ebenfalls kalt zubereitet werden, wird jedoch nicht gezogen, sondern direkt aufgeschüttelt.
Die Ziehzeit hängt von der Teesorte und dem gewünschten Geschmack ab. Wer es zart mag, beginnt mit drei bis vier Stunden. Für einen intensiveren Aufguss empfiehlt sich die Zubereitung am Vorabend, sodass der Tee über Nacht durchzieht. Je länger die Ziehzeit, desto voller das Ergebnis, bitter wird der Kaltaufguss dabei nicht.
Bei klassischem Eistee wird der Tee heiß aufgebrüht und anschließend mit Eis heruntergekühlt, oft gesüßt mit Zucker oder Sirup. Mizudashi setzt von Anfang an auf kaltes Wasser, der Tee gibt seine Aromen langsam über Stunden ab. Dadurch entsteht ein Geschmack, der ohne Süßung auskommt, weil sich kaum Bitterstoffe aus den Blättern lösen.



